Donnerstag, 21. September 2023

Lissabon

 

Wie vorher bereits befürchtet, ist ein Seetag in der Bucht von Biskaya nicht so ohne. Es stürmt ganz schön und die Wellen sind 6 m +. So fängt für mich die 2.Reise auf der Gem genauso an, wie die erste aufgehört hat, mit einer Tablette und in der Mitte des Schiffes in der Kälte am Pool sitzend. Bis Nachmittags haben wir uns wieder an Seegang gewöhnt, weniger an die vielen Menschen und die Lautstärke überall. Leider war auch nichts mit Sonnen und Schwimmen. 



Dafür gab es Cocktails mit dem Kapitän und den Offizieren. 



Heute am Donnerstag Morgen begrüßt uns Lissabon im Nebel und mit Regen. 




Wir haben einen Ausflug gebucht und bis wir am ersten Ziel ankommen, sieht es schon besser aus. 


Quedaluz ist ein kleiner Vorort westlich der Stadtgrenze von Lissabon. Ein unscheinbarer Ort im Umland Metropole - wäre dort nicht eines der bedeutsamsten Rokokoschlösser Europas beheimatet. Der königliche Palast von Queluz gehört zu den größten und schönsten Rokoko-Schlossanlagen auf dem europäischen Kontinent.
Optisch erinnert der Bau stark an das weltberühmte Schloss Versailles in Frankreich. Der Nationalpalast wird daher oft als »portugiesisches Versailles« bezeichnet.
Es gibt wunderbare Säle, Deckengemälde und Wandverzierungen. 



Natürlich fehlen auch die Azulejos nicht. 
Besonders originell finde ich, dass im Empfangssaal an jedem Ende ein Besuchsthron aufgebaut ist. Am einen Ende saß der König und am anderen Ende durfte seine wohl demente Mutter residieren. Find ich Klasse! 



1747 begannen die Planung und der Bau der Sommerresidenz von D. Pedro III. Das zerstörerische Erdbeben von 1755 stoppte völlig unvermittelt alle Bautätigkeiten und verzögerte die Fertigstellung. Weite Teile Lissabons lagen in Trümmern und mussten wiederaufgebaut werden. Der Nationalpalast von Queluz genoss dabei keine Priorität. 
Erst 1778, am ersten Jahrestag der Krönung von Königin Dona Maria I. wurde das Rokokoschloss eingeweiht. Weitere Teile des Schlosskomplexes wurden erst zum Ende des 18. Jahrhunderts fertiggestellt. Der 1792 von Robillon entworfene und fertiggestellte Seitenflügel ist heute ein Gästehaus für ausländische Präsidenten und Politiker.

Von 1794 bis zur Flucht ins brasilianische Exil 1808 diente der Nationalpalast als Sitz der Herrscher von Portugal. Pedro floh vor Napoleons Truppen nach Brasil und wurde dort König. Sein Bruder Miguel ergriff die Chance und die portugiesische Königskrone. Als Pedro zurück kam, besiegte er seinen Bruder und verheiratete seine Tochter Maria mit dem deutschen Prinzen Ferdinand. Lange konnte Pedro seinen Thron aber nicht mehr  genießen, denn er starb kurz danach in diesem Bett



Ein besonderes Highlight ist die Gartenanlage von Queluz. Sie beeindruckt mit unzähligen Wasserspielen und Fontänen und einer großen Grotte. Das Bassin mit seiner prachtvollen Verzierung von Azulejos ist ein echter Hingucker.




Wir fahren weiter nach Sintra, wo wir aber nur einen Blick von außen auf den Nationalpalast, der heute ein Museum ist, werfen. 






Dies war einer der letzten Paläste, den die Königsfamilie verlassen hat, als 1910 (?) nach England flohen und Portugal zur Republik wurde. Schon von außen werden die unterschiedlichen Stilrichtungen am Bau von Maurisch bis        sichtbar. Sintra ist ein kleiner, sehr hügelige und sehr touristischer Ort, mit kleinen Gassen, ähnlich wie Santorini. Es gibt hier noche jede Menge zu sehen, aber nicht auf unserem Ausflug. 
Wie das auf Ausflügen so ist... Es fehlen 2 Und der Bus muss die ganze Runde nochmal drehen bevor wir weiter nach Cascais fahren können.

 Damit verlieren wir viel Zeit und es bleibt in Cascais auch nur eine halbe Stunde auf eigene Faust. Das war nicht so geplant. So haben wir leider von Cascais nicht viel gesehen. 

Zurück in Lissabon ist ein Portwein ein Muss! 

Und die Ausfahrt im Sonnenschein war wunderschön. 









4 Kommentare:

  1. Da hatten wir in der Bucht von der Biskaya mehr Glück. Ab jetzt wird das Wetter besser. Weiterhin gute Reise.

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  2. Da hatten wir in der Bucht der Biskaya mehr Wetterglück. Habt weiterhin eine schöne Reise.

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    1. Danke! Man kann nicht alles haben😉dafür liegen wir heute in Cádiz nur gemeinsam mit der Orchestra.

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  3. Sehr schöner, ausführlicher Bericht mit vielen schönen Bildern. Genießt alles!

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