Montag, 25. September 2023

Affen und Tunnel in Gibraltar

 Wir waren schon mehrmals in Gibraltar und wollen mal etwas Neues sehen, darum machen wir den Ausflug zur City under Siege. 


Wenn Flugzeuge in Gibraltar landen, ist das immer Aufsehen erregen. 
Neben uns liegt die Silver Nova, einn ganz "anderes" Schiff, auf dem die Nacht ca. 1000 Euro kostet. 

Das ist ein Tunnellabyrinth, bekannt unter dem Namen The Great Siege Tunnels. Es ist das vielleicht eindrucksvollste von Menschen erdachte Verteidigungssystem.




Aber zuerst geht es zum Europa Point Light house. Dieser steht an einer atemberaubenden Stelle am südlichsten Punkt der Halbinsel Gibraltar: Im Osten liegt das Mittelmeer, die Bucht von Algeciras Richtung Westen und im Süden die Meerenge von Gibraltar, mit dem afrikanischen Atlasgebirge in Sichtweite.




Weiter geht es zu den Affen auf dem Rock. Ungläubigen Staunen bei den Amis bricht bei der Erzählung unseres Guides aus, dass sich das Militär um die Affen kümmert. Einer meint sogar, dass die Briten spinnen(ausgerechnet ein Ami... Die spinnen doch selber)... OK, bei uns weiß wohl jeder den Grund:wenn die Affen von Gibraltar verschwinden, werden auch die Briten vertrieben. 

Unser Guide weist aber auch darauf hin, dass die possierlichen Tiere sehr aggressiv sind und auch schonmal kleine Haustiere  umbringen und selbst für Babys gefährlich sein können. 





Nun geht es weiter zu einem Eingang des Tunnelsystems. Ich glaube, mehr oder weniger ist der ganze Rock untertunnelt. 



Diese Tunnel waren die ersten und wurden im 18.Jahrhundert von den Briten durch den Kalkstein gegraben. Während der Großen Belagerung durch Frankreich und Spanien von Juli 1779 bis Februar 1783  wird erzählt, dass der damalige Gouverneur General Eliott (später Baron Heathfield von Gibraltar genannt) demjenigen eine Belohnung anbot, der ihm sagen konnte, wie man die Kanonen auf einen Vorsprung der steilen Nordseite des Felsens, als Notch bekannt hochbringen könnte. Die Idee war dann, dies mittels Tunnel zu tun und so wurden nur mit Menschenkraft, Hammer und Meißel die ersten 25 m Tunnel in den Stein gehauen. 

Ursprünglich hatte man nicht geplant, Kanonen in diesen Stollen zu platzieren, aber als die Arbeiten fortschritten, erstickten die Abgase der wiederholten Sprengungen fast die Minenarbeiter, weshalb man sich dazu entschloss, eine Entlüftung zu bauen, um Luft in den Tunnel zu lassen. Fast gleichzeitig bemerkte man, was für eine hervorragende Schießscharte das für eine Kanone ausmachen würde, so dass eine eingebaut wurde, ohne darauf zu warten, den „Notch” zu erreichen. 



Andere Schießscharten wurden in den Berg gehauen und Kanonen eingebaut und als die Belagerung im Februar 1783 endete, war der Tunnel 113 m lang und verfügte über vier eingebaute Kanonen. Der erste Stollen wurde „Windsor Gallery” genannt. Oberstabsfeldwebel Ince hielt nicht inne, nach dem erfolgreichen Ende der Belagerung wurden weitere Tunnel erstellt. 


Der Eingang zu den Upper Galleries wird durch eine viktorianische 64-Pfund-Kanone beherrscht. 



Bis ganz unten zum Ende des Tunnels der in einem Saal endet, sind wir nicht gegangen.

Bei der Hitze fahren wir direkt mit zum Schiff zurück und verzichten auf die Wanderung vom Zentrum aus. 




Den Abend beschließen wir mit einem Teppanyaki Essen, was viel Spaß macht. 


Zum Auslaufen sitzen wir dann wieder in der Raucherbar, auch wenn wir nicht rauchen, ist das die einzige Außenbar die noch spät geöffnet hat. 


 


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